Ein paar Worte zu meiner Person…

Liebe Liste,

Jessica hat mich in diese Runde eingeladen. Der Name: Thomas Hawranke. Ich bin Medienkünstler, Künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien Köln und PhD-Kandidat an der Bauhaus-Universität Weimar. Im praktischen Teil meines PhD-Vorhabens (Practice-based PhD) beschäftige ich mich mit der Ausgestaltung von Tier-Mensch-Verhältnissen im Computerspiel. Hierbei interessiert mich die Simulation und Inszenierung von Wildheit, Standardisierung von tierlichen Verhalten im Produktionsprozess digitaler Medien und das Potential zum Entwerfen gleichberechtigter Tier-Mensch-Beziehungen in Computerspielen.

Ich freu mich sehr über die Aufnahme und sende Grüße in die Runde,

Thomas Hawranke

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Minding Animals Germany: Symposion #4 01.07. bis 02.07. 2017

Universität Bielefeld, Raum C2-136
Samstag, 01.07.2017
10-10:30 Kaffee-Empfang
10:30 Tabea Weber,
Wilfried Raussert Begrüßung
10:40 Jessica Ullrich Minding Animals International & Minding Animals Germany
11:00 Marion Mangelsdorf Angesichts von Tieren sind wir entblößt
– Grundsätzliches in Gefolgschaft von Derrida (performativer Vortrag)
11:45 Wolfgang Leyk Animal Economy
12:30 Victoria Windtner If pigs become (in)visible.
#tierindustrie #repräsentation #konsequenzen.
13:15 – 14:15 Mittagspause
14:15 Saskia Stucki Menschenrechte und Tierrechte
15:00 Sascha Benjamin Fink Leidensfähigkeit vom Nematoden bis zum Mensch. Welche Tiere sind
eigentlich nicht leidensfähig und wie sollten wir mit unsicheren Fällen
umgehen?
16:00 Ende des offiziellen öffentlichen Tagungsprogrammes
16:00-18:00 Plenum
19:00 Gemeinsames Abendessen
Sonntag, 02.07.2017
9:30 Konstantinos Tsilimekis Wissenschaftsorientiertes Arbeiten im praktischen Tierschutz
– Ansätze, Grenzen und Bedarf
10:15 Stephanie Wirth: Tierschutz im Unterricht
11:00 Silke Zeller: Cross-species-Dominanz im häuslichen/privaten Kontext
11:45-13:00 Mittagspause
13:00 Hellmut-Michael Skriver Minding Animals mit und ohne Religion
13:45 Asmaa El Maaroufi-Ulzheimer „Und sie sind Gemeinschaften gleich euch!“ Tiere im Koran
14:15 Kai Horsthemke Tiere und afrikanische Ethik
15:00-15:10 Kaffeepause
15:10 Claudia Schorcht Das »Tierportal« des Harald Fischer Verlages
15:50 Tabea Weber Verabschiedung
16.00 Ende der Tagung

Tiere als Akteure und Material in der zeitgenössischen Kunst

Symposium: Tiere als Akteure und Material in der zeitgenössischen Kunst

12.05.2017 – 14.05.2017

Das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch und Tier durchzieht die Menschheitsgeschichte und ist gegenwärtig angesichts der zunehmenden Ökonomisierung von Natur von nie dagewesener Aktualität und Brisanz. Die Widersprüchlichkeit, mit der wir heute Tieren begegnen, spiegelt sich am deutlichsten in den disparaten Funktionen, die wir ihnen zuschreiben: als industriell gehaltener und verarbeiteter Nahrungslieferant, als Versuchsobjekt im Labor oder als Begleiter und Partner des Menschen. Hingegen wird das Tier in seiner ursprünglichen Existenz in der Natur zunehmend zu einer Randerscheinung. In den bildlichen und skulpturalen Darstellungen der Kunst findet der menschliche Blick auf das Tier schließlich seine visuelle Konkretisierung: Seit Jahrtausenden ist das Tier als Motiv und Bedeutungsträger eine vielschichtige Projektionsfläche für den Menschen.

Mit der allmählichen Infragestellung eines ausschließlich anthropozentrischen Weltbildes im 20. Jahrhundert wird jedoch auch in der Kunst die Rolle des Tiers neu verhandelt. Vermehrt lassen sich Künstler/innen auf die lebendige Realität des Tiers ein und beziehen Tiere als Akteure in ihre Arbeitsprozesse oder in ihre Werke ein.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung beleuchtet die Tagung Tiere als Akteure und Material in der zeitgenössischen Kunst erstmals aus interdisziplinärem Blickwinkel die Bedeutung und Rolle des leiblichen Tieres – lebend und tot – in der Gegenwartskunst. Dabei bilden die im Tagungstitel aufgerufenen Zuschreibungen „Akteur“ und „Material“ den Bedeutungsrahmen innerhalb dessen die Einbindung von Tieren in Werke der zeitgenössischen Kunst untersucht werden soll.

Durch den Einzug lebender und toter Tiere in die bildende Kunst werden vor allem Museen und Kuratoren vor neue Herausforderungen gestellt. Wie ist verantwortungsvoll mit diesem Sondergebiet der Kunst umzugehen? Welche ethischen und rechtlichen Voraussetzungen gilt es zu beachten?

Den komplexen Fragestellungen rund um das Ausstellen von lebenden und toten Tieren widmen sich renommierte Expert/innen aus den Geistes-, Sozial-, Natur-, sowie Rechtswissenschaften.

Die Tagung dient zur Vorbereitung der 2018 im Museum Schloss Moyland stattfindenden Ausstellung Vorsicht Tier! Akteur und Material in der zeitgenössischen Kunst, die die Entwicklung der Kunst mit lebenden und toten Tieren seit den 1960er Jahren aufzeigt.

Ort: Museum Schloss Moyland, Am Schloss 4, 47551 Bedburg-Hau

Preis 40 € / Schüler und Studenten 20 €

Der Preis umfasst Teilnahmegebühr, Museumseintritt, Pausengetränke.

Kalte und warme Speisen sind im Museumscafé oder im Restaurant Post Moyland erhältlich.

Anmeldung

bis 8.5.2017 unter info oder unter +49 (0)2824 9510-10.

Bei Rücktritt bis zum Anmeldeschluss werden 10 € einbehalten.

Nach Anmeldeschluss kann die Teilnahme nicht mehr zurückgezogen werden und der volle Preis wird berechnet.

Konzeption und Organisation

Dr. Bettina Paust, Stellvertretende Künstlerische Direktorin & Leiterin des Beuys-Archivs

Stiftung Museum Schloss Moyland

Laura-Mareen Janssen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Stiftung Museum Schloss Moyland

Die Tagung wird von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung gefördert.

Programm, Referent/innen & Diskussionsteilnehmer/innen

Fr., 12.5.2017

17.00 Uhr

Begrüßung und Beuys und der Coyote: Wie das lebende Tier in die Kunst kam

Dr. Bettina Paust, Stellv. Künstlerische Direktorin und Leiterin des Joseph Beuys Archivs,

Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau

18:00 Uhr Keynote

Performative Interspezies-Kunst im 21. Jahrhundert

Dr. Jessica Ullrich, Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Alexander Universität Erlangen

Sa., 13.5.2017

9.00 Uhr

Tier-Werk-Betrachter.

Interaktionen in einer Dreiecksbeziehung zeitgenössischer Kunst

Dr. Marvin Altner, Kurator und Lehrbeauftragter an der Kunsthochschule Kassel

9.55 Uhr

Tier und Tod. Vom Umgang mit Kadavern in der Aktionskunst

Prof. Dr. Barbara Gronau, Professorin für Theorie und Geschichte des Theaters an der Universität der Künste Berlin

11.15 Uhr

Der tierische Leib. Berlinde de Bruyckeres Pferde-Skulpturen

Laura-Mareen Janssen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin,

Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau

12.05 Uhr

Typus oder Individuum?

Zur Präsentation lebender Tiere in der Gegenwartskunst

Prof. em. Dr. Thomas Macho, Leiter des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz

15.20 Uhr Artist Talk

Deborah Sengl, Künstlerin, Wien

Tue Greenfort, Künstler, Berlin/ Dänemark

16.05 Uhr

Jemand oder etwas?

Soziologische Analysen zur Ambivalenz der Mensch-Tier-Beziehung

Marcel Sebastian M.A., Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg

17:30 Uhr Keynote

Gegenwartskunst zwischen Vermenschlichung und Vertierlichung.

Perspektiven der Verhaltensbiologie

Prof. Dr. Volker Sommer, Primatenforscher und Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London

So., 14.5.2017

9.30 Uhr

Vom Lebewesen zum Anschauungsobjekt:

Ethisch relevante Facetten der Nutzung und Verwertung von Tieren

Dr. Judith Benz-Schwarzburg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Messerli Forschungsinstitut Wien

10.25 Uhr

Das Tier in der Kunst, Recht und Ethik

Dr. iur. Antoine F. Goetschel, Rechtsanwalt und Berater für das Tier im Recht und Ethik, Zürich

11.45 Uhr Podiumsdiskussion

Dr. Dorothée Brill, Kuratorin und Lehrbeauftragte (u.a.) an der Hochschule für Bildende Künste, Berlin/ Braunschweig

Martin Sebastian Abel, GRÜNE-Abgeordneter des Landtages NRW und Fraktionssprecher für Haushalts- und Finanzpolitik sowie Tierschutz, Düsseldorf

Dr. Wolfgang Dreßen, Verhaltensforscher und Direktor des Krefelder Zoos

13.00 Uhr Schlusswort

Dr. Bettina Paust

7. Forum Tiere und Geschichte

Ort Konstanz
Veranstaltungsort Universität Konstanz, Zukunftskolleg
Veranstalter Nadir Weber, Aline Steinbrecher, Clemens Wischermann
Datum 20.07.2016-21.07.2016
Bewerbungsschluss 15.04.2017
Das Forum Tiere und Geschichte wurde 2011 ins Leben gerufen, um methodisch-konzeptionelle Fragen der Geschichte der Mensch-Tier-Beziehungen zu diskutieren und zur Vernetzung von Forschenden in diesem Feld beizutragen. Seither hat jährlich ein Workshop an wechselnden Orten und mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten stattgefunden. In diesem Jahr möchten wir am Zukunftskolleg der Universität Konstanz die Aspekte der Mensch-Tier-Kommunikation, der Co-Evolution in interdisziplinärer Perspektive sowie der Periodisierung in der Geschichte der Mensch-Tier-Beziehungen näher diskutieren.
Der Workshop wird vom Zukunftskolleg der Universität Konstanz finanziell und logistisch unterstützt. Reise- und Übernachtungskosten können für ausgewählte Teilnehmende in begrenztem Umfang übernommen werden. Forschende, die gerne als Diskutanten am Workshop teilnehmen möchten, würden wir bitten, sich bis zum 15. April mit kurzen Angaben zum Lebenslauf und zum aktuellen Forschungsprojekt (maximal 1 A4-Seite) an uns zu wenden. Doktorierende möchten wir besonders ermuntern, sich für den Workshop anzumelden. Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Kontakt:
Nadir Weber
Universität Konstanz
nadir.weber

Von Tieren lernen. Minding Animals Germany Mitglieder beim Literaturfest Mannheim

Am Dienstag, den 28. Februar sind mit Mara-Daria Cojocaru als Lyrikerin und Philipp von Gall als Wissenschaftler zwei Mitglieder von MAG beim Literaturfest "lesen.hören" vertreten. Der Abend bietet Raum für ein Zusammenspiel von Lyrik und Wissenschaft. Insgesamt vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen, "die eingefahrenen Gleise ihrer Fachrichtungen zu verlassen, Cojocarus Gedichte zu lesen und uns in Minimal-Vorträgen von ihrer Lektüre zu erzählen. Experimentierfreudig angereist sind dafür: Hanna Engelmeier, die sich damit beschäftigt hat, wie Darwins Lehren in Deutschland verstanden wurden, und jetzt über das Thema „Trost“ forscht, Philipp von Gall, der über „Tierschutz als Agrarpolitik“ nachdenkt, Christa Grewe-Volpp, die sich auf die ökokritischen und ökofeministischen Spuren von Cojocarus Gedichten begibt sowie der Science Slammer, Panama-Reisende und Mitarbeiter des Senckenberg Forschungsinstituts Sebastian Lotzkat, der als Autor mit seiner Liebeserklärung an die Schlange bekannt geworden ist. Durch den Abend führt als kundiger Conferencier Jan Wilm."Weiter hier: https://altefeuerwache.com/programm/termin/2017/februar/28/von-tieren-lernen-wissenschaftler-improvisieren-zu-gedichten/

CFP „Das freie Tier hat seinen Untergang stets hinter sich“

CFP: „Das freie Tier hat seinen Untergang stets hinter sich“ – Tierethik in Kultur, Literatur und Unterricht
Tagung an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Institut für Germanistik
29. November – 01. Dezember 2017
Organisation: Björn Hayer und Klarissa Schröder
Hauptredner:
Prof. Dr. Dr. h. c. Dieter Birnbacher (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Prof. Dr. Dagmar Burkhart (Universität Mannheim)
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gabriela Kompatscher-Gufler (Universität Innsbruck)
Dr. Friederike Schmitz (Freie Universität Berlin)
„Was ist das wichtigste Thema der Welt?“ fragte das ARD/WDR-Magazin „neuneinhalb“ 2014 ihre kindlichen Zuschauer und bat unter dieser offenen Fragestellung um Einsendung von Themenvorschlägen. Die nichtmenschlichen Lebewesen schafften es gleich zweimal auf das Siegertreppchen: Das wichtigste Thema der Welt sind ‚Tiere‘, dicht gefolgt von ‚Klimawandel/Klimaschutz‘ und ‚Tierschutz/bedrohte Tiere‘ im Speziellen (vgl. Pressebericht WDR, Juli 2014). Mit großer Wertschätzung und starkem Verantwortungsgefühl für ihre nichtmenschlichen Mitlebewesen zeigen sich diese jüngsten BürgerInnen sensibel und aufmerksam für den gesellschaftlichen und politischen Diskurs um die ethisch verantwortliche Gestaltung der Beziehung zwischen Mensch und Tier, der in den letzten Jahren durch die mediale Berichterstattung über beklagenswerte Zustände in der Tierhaltung, Fleischskandale oder vermeidbare Tierversuche sowie populäre Bestseller wie Karen Duves „Anständige Essen: Ein Selbstversuch“ (2010) und Jonathan Safran Foers „Tiere essen“ (2010) befeuert wurde.
Auch im wissenschaftlichen Bereich hat die Beschäftigung mit nichtmenschlichen Lebewesen durch das Aufkommen der Human-Animal-Studies neuen Aufwind erfahren. Im Zentrum des interdisziplinären Forschungsfeldes, das sich in der letzten Dekade auch in Deutschland etabliert hat, stehen kulturelle, soziale und gesellschaftliche Bedeutung nichtmenschlicher Tiere sowie die Vielfalt und Komplexität der Mensch-Tier-Beziehung. Das Interesse des akademischen Publikums zeigt sich derzeit in einem zunehmenden Tagungsangebot, einer Vielzahl von Publikationen und sich neu formierenden Netzwerken und Arbeitsgruppen.
Dürfen wir Tiere essen oder ganz allgemein für unsere Zwecke nutzen? Was sind wir Menschen den Tieren schuldig? Haben Tiere unabhängig von Menschen Bedürfnisse, Gefühle und sollten ihnen Rechte zugeschrieben werden? Fragen wie diese beschäftigen das philosophische Feld der Tierethik bereits seit jeher, das sich ebenso für literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf kulturelle Artefakte fruchtbar machen lässt. Doch trotz der aktuellen gesellschaftspolitischen Sensibilisierung scheinen die Aspekte
der Ethik mit jenen der Ästhetik noch nicht ausreichend verknüpft zu sein. Dasselbe gilt für den schulischen Horizont. Obgleich bei jungen Heranwachsenden ein hohes Interesse für nichtmenschliche Lebewesen besteht, wird das spezifische Verhältnis von Mensch und Tier unter didaktischen Gesichtspunkten bisher kaum debattiert.
Das Tier hat seinen festen Platz im Biologieunterricht oder in Fächerverbünden zu Natur und Umwelt, ethische Fragestellungen werden vorrangig im Philosophie- und Ethikunterricht behandelt. Doch scheint es, dass sich insbesondere der Literaturunterricht für eine Verhältnisbestimmung von Mensch UND Tier eignet. Literatur kann als Spiegel für diese Verhältnisbestimmung fungieren, durch Formen der Einfühlung ist es LeserInnen möglich, sich mit der Tierwelt zu verbinden. Dabei können Grundlagen des Zusammenlebens und gegenseitiger Abhängigkeit erforscht, Mitgefühl und Empathie mit nichtmenschlichen Lebewesen entwickelt und die Verantwortung als KonsumentIn sowie der eigene moralische Standpunkt kritisch reflektiert werden. Bisher nutzt der Deutschunterricht das große Potenzial einer solchen „tiersensiblen Lektüre“ bedauerlicher Weise noch nicht.
Das Institut für Germanistik der Universität Koblenz-Landau am Campus Landau möchte deshalb mit einer Tagung vom 29.11.-01.12.2017 zur Diskussion und zum Austausch über tierethische Fragestellungen in verschiedenen Panelformaten sowie deren Integration in den Deutsch- bzw. Literaturunterricht herzlich einladen.
Neben Beiträgen zur Tierethik aus genuin philosophischer Sicht können Vorschläge, welche die Mensch-Tier-Beziehungen in den Kulturwissenschaften im Allgemeinen und der Literaturwissenschaft im Speziellen (Literary Animal Stadies) beleuchten, eingesendet werden. Zuletzt werden didaktische Beiträge für das Fach Deutsch begrüßt, die beispielsweise konkrete Praxisumsetzungen vorstellen, Textauswahlkriterien für eine ‚tiersensible Lektüre‘ diskutieren oder Rezeptionsweisen von literarischen Tieren untersuchen.
Wir freuen uns über Beiträge aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Zudem möchten wir mitunter Organisationen (auch Verbände und Praktiker) und ermutigen auch explizit LehrerInnnen oder LehramtsanwärterInnen zur Einsendung von Vorschlägen ermuntern.
Bitte schicken Sie ein Abstract mit kurzen biographischen Angaben bis zum 1.3.2017 an hayer und schroederk

CLAS-Kolloquium WS 16/17, Universität Würzburg

Montag, 6.2.17
Veranstaltungsort: Philosophiegebäude am Hubland, Raum Ü13
08:30 Marion Darilek (Tübingen): Desintegrationsstrategien im Reinhart Fuchs –
Grenzauflösungen im Bärenpelz (Kapiteldiskussion)
09:15 Sigold Richter (Münster): Formierung von Wissen und Wandel der Form im
Natur-Konzept des Strickers (Projektvorstellung)
10:00 Kaffeepause
10:30 Julia Weitbrecht (Kiel): Fabeln (Materialdiskussion/Thesenpräsentation)
11:15 Sebastian Schönbeck (Würzburg): Tiere in der Poetik der Aufklärung – Buffon
(Kapiteldiskussion)
12:00 Mittagspause
13:30 Adrian Robanus (Köln): Romantiere – zoologische Poetik bei Wieland und
Wezel (Kapiteldiskussion)
14:15 Mira Shah (Bern): Ästhetik, Affe und Affekt bei Goethe und ZeitgenossInnen
(Materialdiskussion/Thesenpräsentation)
15:00 Kaffeepause
15:30 Elisabeth Hamm (Paris): Kleist (Materialdiskussion/ Thesenpräsentation)
16:15 Esther Köhring (Würzburg): Tiere auf Bühnen des Wissens – Tier-werden, Tanzwerden
(Materialdiskussion/Thesenpräsentation)
17:00 Kaffeepause
17:30 Michaela Castellanos (Sundsvall/Schweden): Big Miracle (2012), Dolphin Tale
(2011), Dolphin Tale II (2014), (Materialdiskussion/Thesenpräsentation)
Im Anschluss gemeinsames Abendessen
Dienstag, 7.2.17
Veranstaltungsort: Philosophiegebäude am Hubland, Raum Ü13
09:00 Angelika Zirker (Tübingen): Tier(auto)biographien in England ab 1750
(Projektvorstellung)
09:45 Frederike Middelhoff (Würzburg): Auf den Hund gekommen: Hunde-
Autozoographien um 1900 (Kapiteldiskussion)
10:30 Kaffeepause
11:00 Alexandra Böhm (Erlangen-Nürnberg): Empathie mit Tieren in Texten der
literarischen Moderne (Kapiteldiskussion)
11:45 Ulrike Wiehr (Würzburg): Darstellungen von Tieren, Kindern, deren
Begegnungen und Beziehung(en) bei Boyer (Kapiteldiskussion)
12:30 Mittagspause
14:00 Qiongying Cai (Würzburg): Poetische Ornithologie. Vogelgedichte in der
deutschen Literaturgeschichte (Projektvorstellung)
14:45 Vanessa Schrader (Hamburg): Nature´s revenge – Tier-Terrorismus in Literatur
und Film (Projektvorstellung)
15:30 Ende
Das Kolloquium wird organisiert von Prof. Dr. Roland Borgards, Esther Köhring, Frederike Middelhoff und
ist eine Veranstaltung des Nachwuchsforschernetzwerks Cultural and Literary Animal Studies (CLAS)
an der Universität Würzburg. Weitere Informationen und Kontakt unter www.summerschool-clas.de

Tiere zwischen Leben und Tod: Bilder tierlicher Transformationen vom 15. – 21. Jahrhundert

Menschen und (andere) Tiere verbindet neben ihrer Lebendigkeit auch
ihre Verwundbarkeit und Sterblichkeit, die seit der Antike im Zentrum
theologischer, wissenschaftlicher und nicht zuletzt ästhetischer
Diskurse stehen. Die Transformations- und Werdensprozesse der
tierlichen Anderen zwischen Leben und Tod finden Eingang in die
europäische Bildkultur und führen dort zu dynamischen und mitunter
widersprüchlichen Darstellungen. Diese erreichen ihren spannungsreichen
Höhepunkt in paradoxen Zwischenfiguren, die das Übergangsstadium
zwischen Leben und Tod in einer Tiergestalt vereinen.

In unserem Workshop, der thematisch diejenigen Bilder behandeln möchte,
die Tiere an der Grenze zwischen Leben und Tod zeigen oder verschiedene
Lebensstadien in einer Tiergestalt verbinden, verfolgen wir die
zentrale These, dass diese Tierdarstellungen auch der
Auseinandersetzung mit dem menschlichen Werden und Dasein sowie der
eigenen Sterblichkeit dienen. Das Ziel unseres Workshops ist es, die
Frage auszuloten, inwiefern sich gerade Tiere und Darstellungen von
tierlichen Anderen dazu anbieten, die Übergänge von Leben und Tod
visuell zur Disposition zu stellen, und wie sich in diese Bilder nicht
nur der Umgang von Menschen mit sterbenden Tieren einschreibt, sondern
gerade durch diese geprägt wird.

Der Workshop ist ausdrücklich diskussionsorientiert ausgerichtet. Neben
20-minütigen Vorträgen, in denen Einblicke in Forschungsprojekte
vorgestellt werden, wird vor allem weitergehenden Diskussionen
ausreichend Raum gegeben.

PROGRAMM

Freitag, 17. Februar 2017

13.00 Uhr
Begrüßung

13.15 Uhr
Lukas R.A. Wilde (Tübingen):
Cartoon-Körper und sterbliche Tierwesen

14.00 Uhr
Irina Dudar (Köln):
Darstellungen der umgekehrten Jagd in Marginalien mittelalterlicher
Codices

14.45 Uhr
Kaffeepause

15.15 Uhr
Lisa Thumm (Hamburg):
Zwischen tierlicher Präsenz und symbolischer Repräsentation –
Erscheinungsformen der Heilig-Geist-Taube im späten Mittelalter und der
Frühen Neuzeit

16.00 Uhr
Marius A. T. Wittke (Tübingen):
Kröten, Schlangen und Gewürm. Divergenzen von Transformationsprozessen
des toten Leibes und animalischer Verwesungsikonographie

16.45 Uhr
Kaffeepause

17.15 Uhr
Maurice Saß (Hamburg):
Fatale Allianzen. Tierliche Opfer von Jagd und Kunst

18.00 Uhr
Andrea Haarer (Hamburg):
Formen im Werden. Überlegungen zu Victor Hugo und Meerschleim

Samstag, 18. Februar 2017

9.00 Uhr
Ninja Elisa Felske (Köln):
Stiere zwischen Leben und Tod: Die Polyvalenz des Stiersymbols bei
Pablo Picasso

9.45 Uhr
Tim Jegodzinski (Tübingen):
Zwischen Ethik und Ästhetik: Ting Tong Changs „Whence Do You Know the
Happiness of Fish?“ (2015)

10.30 Uhr
Kaffeepause

10.45 Uhr
Theresa Heßling (Hamburg):
Töten, um zu retten. Narrative des Naturschutzes in Habitat Dioramen um
1900

11.30 Uhr
Idis Hartmann (Tübingen):
Tot oder lebendig? Tierdarstellungen bei Hiroshi Sugimoto

12.15 Uhr
Mittagspause

13.15 Uhr
Marcel Finke (Tübingen):
„Sterben wie die …“. Fliegen in der Kunst

14.00 Uhr
Sebastian Dohm (Göttingen):
Vom Ei zum Imago – Das naturwissenschaftliche Bild der
Insektenentwicklung zwischen dem 15. und 21. Jahrhundert

14.45 Uhr
Abschlussdiskussion

VERANSTALTUNGSORT
Kunsthistorisches Institut, Raum XI
Eberhard Karls Universität Tübingen
Bursagasse 1
72070 Tübingen

<https://www.uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/altertums-und-kunstwissenschaften/kunsthistorisches-institut/aktuelles/tagungen-und-workshops.html>

KONZEPT, ORGANISATION UND KONTAKT
Marius A. T. Wittke (Kunsthistorisches Institut Tübingen):
marius.wittke
Tim Jegodzinski (Kunsthistorisches Institut Tübingen):
tim.jegodzinski

Ausgabe des Journals Sublin/mes zu Tieren

Die neue Ausgabe des Journals Sublin/mes widmet sich dem Thema Mensch/Tier und ist frei per Download erhältlich:

https://sublinesblog.wordpress.com/category/ausgaben/

Es ist nicht nur, dass die Menschen sprechen. Es ist auch der Fall, dass sie sich selbst, d. h. ihrem Selbst und ihrer Selbigkeit, zu-sprechen und anderen ab-sprechen. Letzteres trifft in besonderem Maße immer schon die Tiere, bzw. „das Tier“. Tritt es doch im anthropozentrischen Diskurs stets als Singular auf. Mit Tritten und Traktaten aus dem Kreise jener Lebewesen ausgeschlossen, die einzig und allein über Sprache, Vernunft, Kultur und Recht verfügen sollen. Welche Anstrengungen, Tiere zu halten und sich „das Tier“ vom Leibe zu halten! Um „zwischen Mensch und Tier eine ungeheure Kluft, einen unermesslichen Abstand zu eröffnen“, wie Schopenhauer die anthropologische Differenz anprangerte. Vielleicht aber auch, weil „das Tier“ in singulärer, einzigartiger Weise, die Menschen zu befragen weiß – so überdeutlich, so unter die Haut gehend, so präzise – wie sonst keine/r/s. Die Präzision der tierlichen Lebensformen erinnert uns – zählen wir uns denn zu den Menschlichen –, und verfolgt uns mit unserer eigenen Ähnlichkeit mit und der Herkunft aus der Welt der Tiere.
Eine Welt, die die Tiere – wie „der letzte Meisterdenker“ meinte – angeblich gar nicht haben bzw. bilden.
Teilen wir also erneut, wieder, wirklicher und stimmiger diese eine, diese viele Welten mit dem Tier, den Tieren, finden wir uns in einem „Mit-Sein“ mit ihnen wieder.
Kulturgeschichtlich hingegen haben wir den Spieß offenkundig immer versucht umzudrehen: Nicht das Tier verfolgte uns, wir verfolgten das Tier. Als Jäger_innen, als Züchter_innen, als Besitzer_innen, als Dompteur_innen, als Herrscher_innen fassten wir das Tier ins Auge, um dessen vorgeblich rein triebhaftem, instinktgeleitetem, wildem Wesen Einhalt zu gebieten. Um sein Treiben, Schlängeln, Gleiten, Streunen zu unterbinden.
Wer folgt also wem und in welcher Absicht? Mit Derrida könnten wir sagen: „Das Tier, das ich folglich bin/dem ich also folge“ (frz. „L’animal que donc je suis“) oder mit Cixous: the cat whose cat I am. Das heißt, nicht zu versuchen dem Tier irgendwelche Worte ins Maul, in den Schnabel zu legen, stattdessen ginge es um ein ecce animot, oder um ein becoming animal. Sich schlängeln, treiben lassen, streunen und wildern an den Rändern von Sprache, Sinn und Bedeutung: animots* // TierWorte. Animot/TierWort, meint auch: bezeichnet, ohne selbst zu bezeichnen, sprachloses Anderes, Oberfläche für Projektionen, aber auch einen anderen Logos. Lassen wir uns also nicht länger hinreißen, Projektor_innen zu sein! Brechen wir aus, aus der klassischen Folge von Fährten – den Dichotomisierungen von Tier und Mensch, ratio und Instinkt, Bezeichnen und Bezeichnet-Werden.

* animots finden sich zuerst in Hélène Cixous‘ „La“ und in „Writing blind. Conversation with the donkey“.

Inhalt der sechsten Ausgabe:

Manifestation 06
animot

Faux Grrras
Geschnatter aus der Gastrokratie
Peter Kaiser

Derrida’s Real Little Cat
Kelly Oliver

Kaos, the Porpoise of Life
Kelly Oliver

The Cats of Puerto Rico
Kelly Oliver

Auf ein Wort. Tier.
Martin Huth

Dry Mouth
Kelly Oliver

The Trapper
Kelly Oliver

Writers are Dogs
Schreiben, Denken, Tier-Werden
Esther Hutfless und Elisabeth Schäfer

Postkarte – unterwegs von Belgrad nach Lausanne
Valérie Baumann

7/8.2.2015 2 Uhr früh
Friederike Mayröcker

Philosophisches
Wörterbuchwerkzeugkastenlexikon

4ème personalité
Živo

[a …]
Esther Hutfless und Elisabeth Schäfer

reh quiem
Bettina Schmitz

Is Schrödinger’s Cat a Deleuzian Animal?
Tanja Traxler

// Das mit dem über Tiere //
Veronica Lion

Gebrannte Existenzen
Kerstin Weich

Sind wir auf den Hund gekommen und haben
das Schwein vergessen?
Judith Benz-Schwarzburg

Das Repräsentier oder Becoming Animal:
Wenn der_die Künstler_in zu einer Makrele wird,
die eine Katze verspeist.
Samuel Camenzind

Blue Life
Kelly Oliver

Kugelfisch
MÖSTRÖM
Soundtrack zum Heft

[JBS]

November ist Aktionsmonat rund ums Tier im Lost Weekend (München)

Die Buchhandlung mit veganem Lesecafé Lost Weekend in München (U-Bahnhaltestelle Universität) hat im November im Programm

9.11.
Ringvorlesung Veganismus
https://www.facebook.com/events/1227425490647929/

Lesung Anstelle einer Unterwerfung
https://www.facebook.com/events/172414543211033/

10.11.
Symposium Wozu die Aufregung?
https://www.facebook.com/events/1831919613710625/

12.11.
Veganes pop up Dinner
https://www.facebook.com/events/1857023517862308/

Zudem gibt es vor Ort im Lost Weekend den ganzen Monat über ein kuratiertes Bücherregal mit Klassikern, Neuerscheinungen und Übersehenem der Tierrechtsliteratur, der Tierethik und auch der schönen Literatur zu Menschen und anderen Tieren.

Doktorandenstellen in Göttingen

STELLENAUSSCHREIBUNG (Göttingen, Deadline: 23.10.2016)
PhD Positions “Animal Welfare in Intensive Livestock Production Systems“

The University of Goettingen has position openings for
15 Doctoral Researchers
to join the new PhD program “Animal Welfare in Intensive Livestock Production Systems – Transformation Processes within Intensive Animal Husbandry” funded by the Lower Saxony Ministry of Research and Culture. The positions are available from November 1st 2016 or later. The successful candidates will be funded for three years by scholarships under the “Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien”-Program.
This doctoral program involves research institutes from the Georg-August-University of Göttingen, the University of Veterinary Medicine Hanover, the University of Vechta, as well as the University of Applied Sciences Osnabrueck. Using an interdisciplinary perspective, the program will focus on the necessary transformation processes within intensive animal husbandry. Further information on the program is available under the following link: http://www.uni-goettingen.de/de/information-in-english/544801.html. Within this structured three-year program, the successful candidates will be given the opportunity to gain a doctorate. They will investigate a certain research question at one of the participating chairs and in parallel participate in a modular program which will provide them with subject-specific, methodological as well as transferrable skills.
In order to successfully meet the requirements of the graduation programme, basic knowledge of the German language is imperative. In addition, the successful candidates should have a good command of English and a good knowledge of research methods. The positions are based in different fields of expertise. Please find below the specific requirements for the successful candidates in the individual projects.

1. Animal welfare from a business perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in agricultural economics, agribusiness, economic sciences, forestry sciences (with a specialization in forest economics) or a related discipline
• Interest and good knowledge in the following areas: application of economic planning and analytical methods; knowledge of animal production; supply chain management

2. Animal welfare from a veterinary and livestock sciences perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in veterinary medicine; agricultural sciences (with a specialization in livestock sciences); biology; or life sciences.
• Interest and good knowledge in one of the following areas: microbiological research, research dealing with livestock and animal husbandry with regard to animal welfare and animal health; livestock ethology, environmental consequences of animal production; food safety; production systems of farm animals.

3. Animal welfare from a consumer science perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in agricultural sciences, nutritional science, economic sciences (with a specialization in marketing)
• Special requirements: Interest in market research, marketing and consumer behaviour.

4. Animal welfare from an ethical/philosophical perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in philosophy (preferably with a specialization in practical philosophy)
• Special requirements: Interest in the topic of Issues of Applied Ethics and knowledge in the theoretical principles of ethics

5. Animal welfare from a structural research, agricultural and economic geography perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in geography or related economic or social sciences
• Specific requirements: experience in empirical social research, interest in the topic of ‘Agents of
Transition in Livestock Value Chains’

6. Animal welfare from a psychological respectively interdisciplinary sociological Trust Research perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in psychology or related sciences (e.g. Educational science, Social sciences)
• Specific requirements: profound knowledge in qualitative and quantitative empirical research methods, profound socio-psychological knowledge

7. Animal welfare from a legal perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in law with distinction
• Specific requirements: basic knowledge in agricultural legislation as well as interest in animal welfare issues concerning public, civil and criminal law

8. Animal welfare from an economic respectively political perspective
Successful candidates will have
• A postgraduate degree (Master or equivalent) in national economy or political science with a specialization in economics (or the like)
• Specific requirements: Interest and knowledge in the following areas: theories of regulation and governance, behavioural science, experimental economic research, empirical social research

Please indicate in your application in which of the above fields of research you are interested.
The universities strive to increase the proportion of female staff in areas in which they are underrepresented, and specifically encourage qualified women to apply. Disabled persons who are equally qualified for the position will be favoured.
Please submit your application (online) to: animal.welfare. Deadline for applications is October 23, 2016. Later applications will also be considered for as long as the positions remain vacant. For further details please contact Sarah Kühl (e-mail: animal.welfare).

Radiosendung „Vom Untertan zum Mitgeschöpf: Menschenrechte für Tiere“

Politische Bürgerrechte für Tiere. Simpel. Provokant. Weit weg. Aber: einer der jüngsten Vorschläge in der Tierethik. Der Ethik um die Rechte und den Schutz des Tieres. (Klaus Wilhelm, Produktion 2015)

Link zur Radiosendung: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/vom-untertan-zum-mitgeschoepf-menschenrechte-fuer-tiere/-/id=660374/did=18034204/nid=660374/1p0d8h0/index.html

JBS

Heim-Tier. Inszenierungspraktiken in tierlichen und menschlichen Wohnverhältnissen

HEIM–TIER

Inszenierungspraktiken in tierlichen und menschlichen Wohnverhältnissen

10.– 11. November 2016, Universität Kassel,
Senatssaal der Universität Kassel im Institut für Wirtschaftstechnik, 3. OG
Mönchebergstraße 3, 34125 Kassel

Tiere leben gemeinsam mit Menschen in Innenräumen, ihre Beziehung bestimmt die Wohnpraxis und die Gestaltung von Räumen mit. Menschen können dem lebenden Tier damit ein Heim geben, aber auch das tote Tier kann Teil des Interieurs werden. Fragen nach dem Tier-Mensch-Verhältnis sind in den vergangenen Jahren verstärkt in den Fokus kulturwissenschaftlicher Forschungen gerückt. Insbesondere das Heim-Tier als ,treuer‘ Gefährte und Wegbegleiter des Menschen eröffnet vielfältige Assoziationen mit diesem Diskursfeld. Neben lebenden Tieren finden sich aber auch ausgestopfte oder präparierte Tierkörper im Interieur; tierische Artefakte wie Jagdtrophäen, Körperteile von Tieren sowie textile Wand- und Oberflächengestaltungen aus Tiermaterialien gehören zudem vielfach zum Ausstattungsprogramm von Innenräumen.

Die Tagung untersucht diese unterschiedlichen Aneignungen des ,Animalischen‘ in den eigenen vier Wänden und fokussiert damit einen bisher wenig berücksichtigten Aspekt der Animal Studies. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den unterschiedlichen medialen Formen der Verhäuslichung des tierlichen Verhaltens und deren Auswirkung auf das Zusammenleben von Tier und Mensch. Inwiefern können über häusliche Tier-Mensch-Relationen (familiäre) Identitätsbeziehungen im und durch das Wohnen konstruiert werden? Welche Rolle kommt dem Heim-Tier bei der Subjektformierung von Wohnenden zu? Lässt sich im Hinblick darauf die dichotome Unterscheidung von Subjekt und Objekt überhaupt aufrechterhalten oder setzt das ,Ein-Wohnen‘/Eingewöhnen des ,Animalischen‘ in den häuslichen Kontext nicht vielmehr dessen Subjektivierung voraus?

Veranstalter:
Forschungsfeld wohnen+/–ausstellen in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Genfer (Leitung: Irene Nierhaus/Kathrin Heinz)

In Kooperation mit:
LOEWE-Schwerpunkt „Tier-Mensch-Gesellschaft“, Universität Kassel

Konzept & Organisation:
Silke Förschler (Kassel), Christiane Keim (Bremen), Astrid Silvia Schönhagen (Bremen)

Programm

Donnerstag, 10.11.2016

17.30  Uhr
Hörner/Antlfinger (Köln/Berlin) im Dialog mit Anne Hölck (Berlin)
Lunch in a cross-species household.
Interspecies Collaborations in der künstlerischen Arbeit

Präsentation mit Publikumsgespräch

20.00  Uhr
gemeinsames Abendessen

Freitag, 11.11.2016

9.00 – 9.30  Uhr
Begrüßung und Einleitung

Habitus//Habitat

9.30 – 10.15  Uhr
Sabine Nessel (Berlin)
Wie zusammen leben. Am Beispiel von Vittorio de Ricas Film Umberto D. (1952)

10.15 – 11.00  Uhr
Maurice Saß (Hamburg)
Schön, gefährlich, mächtig. Trophäen der Jagd

11.00 – 11.30  Uhr Kaffeepause

11.30 – 12.15  Uhr
Barbara Schrödl (Linz)
Ab ins Körbchen?
Das Wohnen mit/von Hunden zu Beginn des 21. Jahrhunderts

12.15 – 13.30  Uhr Mittagspause

Verräumlichung von Naturformen

13.30 – 14.15  Uhr
Mareike Vennen (Berlin)
„den Kindern der salzigen Flut bei uns Wohnung zu bereiten“– Heimaquarienpraxis im 19. Jahrhundert

14.15 – 15.00  Uhr
Ellen Spickernagel (Frankfurt am Main)
Tierskulpturen für die „Neue Wohnung“

15.00 – 15.30  Uhr Kaffeepause

(Über)Intimisierung: Heimlichkeit und Unheımlichkeit

15.30 – 16.15  Uhr
Aline Steinbrecher (Konstanz)
„Des Menschen Liebe zum Hund ist natürlich“ – Hunde als Gefährten- und Haustiere 1650–1850

16.15 – 17.00  Uhr
Stephanie Milling (Kassel)
Un-Heimliche Nähe: Heimtier-Mensch-Beziehungen in künstlerischer Perspektive

17.00 – 18.00  Uhr
Abschlussdiskussion

Anmeldung:
Um Anmeldung bis zum 28.10.2016 wird gebeten:
Christiane Keim, keim

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort:
Senatssaal der Universität Kassel im Institut für Wirtschaftstechnik, 3. OG
Mönchebergstraße 3 34125 Kassel

Humanimale Ästhetik. Vortrag im Zeppelinmuseum

„Humanimale Ästhetik. Tier-Werden in der Gegenwartskunst“

Vortrag von Dr. Jessica Ullrich, FAU Erlangen-Nürnberg

Donnerstag, 29. September, 19 Uhr im Zeppelinmuseum Friedrichshafen

In ihrem Buch „Tausend Plateaus“ entwickeln Gilles Deleuze und Félix Guattari die Denkfigur des „Tier-Werdens“, das sie vor allem als Schreibstrategie begreifen. Doch kann man das Konzept auch für Werke der bildenden Kunst nutzbar machen. So versuchen in Zeiten des Posthumanismus Künstler, beispielsweise mithilfe von Prothesen, durch Operationen oder Bluttransfusionen mit einem tierlichen Anderen zu verschmelzen und selbst zumindest teilweise tierlich zu werden. Im Vortrag sollen performative Tier-Mensch-Hybridisierungen in zeitgenössischen Kunstwerken untersucht werden, um zu reflektieren, ob und auf welche Weise dadurch die Grenze zwischen Tieren und Menschen aufgeweicht, neu definiert oder zementiert werden kann.

Zeppelin Museum Friedrichshafen GmbH
Seestraße 22
D-88045 Friedrichshafen

info
http://www.zeppelin-museum.de

JU

Animal Encounters in Erlangen

ANIMAL ENCOUNTERS: MENSCH-TIER-KONTAKTE IN KUNST, LITERATUR, KULTUR UND WISSENSCHAFT

Human-Animal-Contacts in Art, Literature, Culture and Science

Internationale Tagung an der Universität Erlangen-Nürnberg, Department für Germanistik und Komparatistik

25.-27. November 2016

Hauptredner: Lori Gruen (Wesleyan University, Middletown CT),

Roland Borgards (Julius-Maximilians-Universität Würzburg),

Bryndís Snæbjörnsdóttir (Icelandic Academy of the Arts, Island),

Martin Ullrich (Hochschule für Musik Nürnberg)

in cooperation with the University of Music Nuremberg

Partner event of Minding Animals International Incorporated

Konferenzort:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Kochstraße 4
91054 Erlangen
5. Stock, Zimmer 05.012

Kontakt:

Dr. Alexandra Böhm
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Neuere deutsche Literaturgeschichte
Bismarckstr. 1B
91054 Erlangen

alexandra.boehm

Dr. Jessica Ullrich
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Neuere deutsche Literaturgeschichte
Bismarckstr. 1B
91054 Erlangen

Jessica.ullrich

Anmeldung bis 17. November 2016: conference-animal-encounters

Webseite: animal-encounters.de

Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch